Das Leben
"Das Leben". Wenn man dem "Leben" ein Adjektiv zuordnen müsste, würden viele Menschen zur Vokabel "schön" greifen. Das Leben ist schön. Ich habe eine schönes Leben. Optimisten. Blindfische. Verdammtes Idiotenpack. Jeder Mensch, der nur für eine Sekunde die Augen öffnet, hat den Satz "Das Leben ist scheiße" in die Netzhaut eingraviert. Und das nicht ohne Grund. Das Leben ist tatsächlich scheiße. Das zeigt sich nicht in Schicksalsschlägen. Die fröhlichsten Menschen haben schon schlimme Dinge hinter sich gebracht und sie erfolgreich überwunden. Leider sind fröhliche Menschen auch blinde Menschen. Denn die Scheiße am Leben zeigt sich in den Kleinigkeiten. Hobbys, oder wenigstens Freizeitbeschäftigungen, an denen man sich für lange Zeit festgehalten hat, um sich den Frust von der Seele zu spielen, machen keinen Spaß mehr. Geliebte Menschen gehen zwei Minuten, nachdem man sie im ICQ angeschrieben hat ohne Antwort offline, oder man findet den Satz "Der Gesprächspartner hat das Gespräch verlassen..." im Balken zwischen den zwei Nachrichtenfenstern wieder. Jede Person, egal ob sie gutes oder böses will, nervt. Das Leben nervt.
Am härtesten nervt mich, dass ich nicht den Mut habe. Zweierlei. Erstens, nicht den Mut etwas an der Situation zu ändern. Chancen zu ergreifen. Das zu tun, was ich mir sonst nur in Gedanken vorstelle (wer J.D. aus "Scrubs" kennt weiß, wie meine Tagträume aussehen). Es wäre so einfach. Aber ich schaffe es nicht. Zweitens habe ich nicht den Mut, der Situation zu entfliehen. Nein, nicht nur der Situation; der Welt zu entfliehen wäre richtiger. Der wohl schwerste Schritt den man als Mensch gehen kann, für mich definitiv zu schwer.
Also lebe ich einfach weiter, lasse alles irgendwie geschehen (das ist sie schon wieder - "irgendwie", diese verdammte Vokabel die mein noch verdammteres Leben beschreibt), als würde ich auf Schienen durch die Welt fahren.
Eine leere Vergangenheit, eine nervende Gegenwart - und keine Zukunft.
Irgendwie.
Am härtesten nervt mich, dass ich nicht den Mut habe. Zweierlei. Erstens, nicht den Mut etwas an der Situation zu ändern. Chancen zu ergreifen. Das zu tun, was ich mir sonst nur in Gedanken vorstelle (wer J.D. aus "Scrubs" kennt weiß, wie meine Tagträume aussehen). Es wäre so einfach. Aber ich schaffe es nicht. Zweitens habe ich nicht den Mut, der Situation zu entfliehen. Nein, nicht nur der Situation; der Welt zu entfliehen wäre richtiger. Der wohl schwerste Schritt den man als Mensch gehen kann, für mich definitiv zu schwer.
Also lebe ich einfach weiter, lasse alles irgendwie geschehen (das ist sie schon wieder - "irgendwie", diese verdammte Vokabel die mein noch verdammteres Leben beschreibt), als würde ich auf Schienen durch die Welt fahren.
Eine leere Vergangenheit, eine nervende Gegenwart - und keine Zukunft.
Irgendwie.
gockel - 12. Okt, 22:58
