Freitag, 17. Oktober 2008

Zeit...

Zeit vergeht. Zeit vergeht zu schnell. Zeit vergeht zu langsam. Mal gibt es Momente, die andauern sollen. Doch sie sind allzuschnell vorbei. Manchmal wünscht man sich, die Zeit ginge vorbei, ohne Spuren zu hinterlassen. Doch sie schleppt sich quälend langsam durch ihr eigenes, unergründliches Kontinuum. Und währenddessen fügt sie schreckliche Wunden zu, die - jetz wären wir schon wieder dabei - allzu langsam verheilen und erinnernde Narben hinterlassen.

So geht es wohl allen Menschen, die nicht völlig blind sind. Doch was tun, wenn die Momente, in denen die Zeit zu schnell vergeht, eine vollkommen andere Ursache haben? Wenn sie nicht auf schönen Ereignissen aufbauen, die die Zeit wie im Fluge vergehen lassen, sondern darauf, dass man selbst etwas tun möchte, aber es einfach nicht schafft? Die Zeit läuft einem davon, jeden Tag könnte man sein Schicksal verändern, aber man ist kraftlos. Nein, man ist nicht kraftlos. Man macht sich selbst dazu. Man schaut tatenlos zu, wie das Leben an einem vorbeizieht. Das Leben in einer schrecklichen Symbiose mit der Zeit, in einer Verschwörung gegen die Menschheit. Und so schiebe ich die Schuld hin und her - von dem tatenlosen Ich, das nichts unternimmt, zur Zeit, die einem keinen Freiraum lässt, wieder zurück zu dem Ich. Wahrscheinlich ist es so auch richtig.
Allerdings muss mir jemand erklären, wieso ich es nicht schaffe, mich selbst in die Hand zu nehmen.

Menschen, die sehen...

Was ist nur aus mir geworden?
Ich bin ein Sklave meiner selbst,
meiner Gedanken und Ideen,
verstricke mich selbst in Hoffnungen und Wünschen
von denen ich aber nie die schlechten Seiten seh'.
denn die Angst vor dem Aus, dem unaufhaltbaren Ende,
ließ es zu das ich mich wieder in Selbstzweifel verstrick',
ein Ende das ich kommen sah,
ließ mich erzittern - brach mir das Genick.

Was ist nur aus mir geworden?
Ich denke zurück, in den letzten 3 Jahren,
habe ich mehr erfahren als ich eigentlich wollte,
mehr Schmerz erlitten als ich eigentlich sollte,
und angefangen das Leben zu verfluchen.

Was ist nur aus mir geworden?
"Die Sonne scheint und das Leben ist schön."
sagst du und lächelst mich an,
dabei siehst du nicht wie sehr es mich trifft,
diese Ignoranz vor dem was wirklich Leben ist,
da ich merke das du wieder nicht begreifst.

Ich will etwas für dich sein,
am Ende bin ich nur ich selbst.
Am Ende.
Von Dusn, einer der wenigen Menschen, die die Augen geöffnet halten, während sie durch die Dunkelheit wandern.

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